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Strom bei Überflutung | Achtung Lebensgefahr!

Bei Un­wet­tern mit star­ken Re­gen­fäl­len, Über­flu­tun­gen oder Hoch­was­ser dringt Was­ser oft sehr schnell in Kel­ler und Woh­nun­gen ein und führen da­bei neben den enor­men Schä­den auch zu sehr gefährlichen Situationen. Auch nach­dem das Was­ser im Kel­ler be­sei­tigt wur­de, dür­fen mit Wasser in Kontakt gekommende elek­tri­sche An­la­gen und Ge­rä­te je­doch nicht ein­fach so wie­der ein­ge­schal­tet wer­den.

Modernes Wohnhaus in Wohnsiedlung, Erdgeschoss durch Hochwasser überflutet, trübes Wasser umgibt das Gebäude.

Sicherheit geht vor - besonnen bleiben!

Die ers­ten Ge­dan­ken bei Hoch­was­ser, Über­flu­tun­gen oder ei­nem mas­si­ven Was­ser­rohr­bruch sind meist, dass man schnell noch et­was aus dem Kel­ler ret­ten möch­te oder selbst den Strom ab­schal­ten will. Das soll­ten Sie auf kei­nen Fall tun, denn da­bei be­steht Le­bens­ge­fahr für Sie! Über­las­sen Sie das aus­schließ­lich nur qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­ten. Auch wenn es Ih­nen schwer­fällt, blei­ben Sie be­son­nen - Ih­re Si­cher­heit geht vor.

ACHTUNG LEBENSGEFAHR!

Wich­tig: Es ist ab­so­lut le­bens­ge­fähr­lich über­flu­te­te Be­rei­che in der Nä­he von elek­tri­schen An­la­gen zu be­tre­ten, da Schutz­ein­rich­tun­gen oft nicht mehr funk­tio­nie­ren, wenn sie mit Was­ser in Be­rüh­rung ge­kom­men sind.

Überfluteter Keller mit Wasser, schwimmenden Möbeln und Elektroverteiler an der Wand, Gefahr durch Stromschlag.
Ein Strom­ver­tei­ler im über­schwemm­ten Kel­ler. Ein ty­pi­sches Bild für ei­ne mögliche le­bens­be­droh­li­che Si­tua­ti­on und die Ge­fahr ei­nes Strom­schlags.

Was tun, wenn das Wasser weg ist?

Auch wenn das Was­ser wieder weg ist, müs­sen al­le Ge­rä­te und In­stal­la­tio­nen erst durch ein Elek­tro-Fach­un­ter­neh­men auf Ih­re Funk­ti­ons­si­cher­heit ge­tes­tet wer­den, be­vor die­se wie­der in Be­trieb ge­nom­men wer­den dür­fen.

Ne­ben ei­ner aus­gie­bi­gen Trock­nung und Rei­ni­gung müs­sen die Ge­rä­te und In­stal­la­tio­nen fach­ge­recht über­prüft wer­den, da auch dann noch die Ge­fahr für ei­nen elek­tri­schen Schlag be­steht oder das Ge­rät oder In­stal­la­tio­nen zer­stört wer­den könn­ten.

Ei­ne Über­prü­fung dau­ert in der Re­gel nicht sehr lan­ge. Im Zwei­fel gilt: Lie­ber ein­mal mehr kon­trol­lie­ren las­sen als ein­mal zu we­nig.


Be­son­de­re Vor­sicht bei PV und Strom­spei­cher

Ach­tung bei Be­trei­bern von Pho­to­vol­ta­ik-An­la­gen! Weil die An­la­ge auf dem Dach wei­ter Strom pro­du­ziert, wäh­rend sich das an­ge­schlos­se­ne Strom­netz und der Wech­sel­rich­ter im Was­ser be­fin­den, be­steht ein ho­hes Ri­si­ko für ei­nen Strom­schlag. Mei­den Sie des­we­gen al­le über­flu­te­ten Be­rei­che und war­ten Sie auf je­den Fall auf ei­ne qua­li­fi­zier­te Elek­tro-Fach­kraft, um die PV-An­la­ge au­ßer Be­trieb zu neh­men und den Strom ab­zu­schal­ten.

Wie bei den Elek­tro­in­stal­la­tio­nen und Ge­rä­ten auch, müs­sen nach ei­ner Über­flu­tung al­le Tei­le ei­ner PV-An­la­ge und der Strom­spei­cher ge­naus­tens durch einen Fachmann ge­prüft wer­den, be­vor die­se wie­der zum Ein­satz kom­men.

Youtubevideo über Sockelleistenkanäle von OBO Bettermann
Infos für Hochwasser-Betroffene von damals (PV-Anlage & Batteriespeicher)

Was kann man tun, um sich bes­ser zu schüt­zen?

Wenn man in ei­nem Ge­biet wohnt, in dem es öf­ters zu Hoch­was­ser kommt, ist es rat­sam die Elek­tro­in­stal­la­ti­on durch Maß­nah­men zu si­chern.

Eine Frau hält an der Kellertreppe an, unten steht Wasser, eine Steckdose sprüht Funken, Lebensgefahr durch Strom.

Emp­foh­le­ne Maß­nah­men für Elek­tro-In­stal­la­tio­nen für Ge­bäu­de in hoch­was­ser­ge­fähr­de­ten Ge­bie­ten:

  • Der Haupt­ver­tei­ler und der Haus­an­schluss­kas­ten soll­ten min­des­tens ei­nen hal­ben Me­ter über der zu er­war­ten­den Hö­he ei­nes Jahr­hun­dert-Hoch­was­sers an­ge­bracht wer­den. Die­ser Vor­gang soll­te mit dem Netz­be­trei­ber ab­ge­stimmt sein.
  • Ge­trenn­te Un­ter­ver­tei­lun­gen für die ein­zel­nen Ge­schos­se kön­nen da­für sor­gen, dass vom Hoch­was­ser be­trof­fe­ne Be­rei­che wei­ter ver­sorgt wer­den kön­nen.
  • Falls noch nicht vor­han­den, kann durch se­pa­ra­te Feh­ler­strom-Schutz­schal­ter mit ei­nem Be­mes­sungs­feh­ler­strom von ≤ 30 mA für ei­nen er­höh­ten Schutz von hoch­was­ser­ge­fähr­de­ten An­la­gen­tei­len ge­sorgt wer­den.

Àlle Angaben ohne Gewähr


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